Zoom@SVDs

Zooming in at microvascular malfunction
in Small Vessel Diseases with 7T MRI

Allgemein

Der Begriff „small vessel disease“ heißt wörtlich übersetzt „Erkrankung der kleinen Gefäße“. Der medizinische Fachbegriff hierfür ist „Mikroangiopathie“. Erkrankungen der kleinen Gefäße machen sich oft im Gehirn bemerkbar, deshalb spricht man auch von zerebralen Mikroangiopathien.

Krankhafte Veränderungen an kleinen Gefäßen im Gehirn können zu einem Schlaganfall oder zu einer gefäßbedingten Einschränkung der Gedächtnisleistung führen. Es wird vermutet, dass bis zu 30% aller Schlaganfälle und bis zu 40% aller Demenzfälle durch eine zerebrale Mikroangiopathie verursacht sind. Bisher gibt es keine nachweislich wirksame Behandlung der zerebralen Mikroangiopathie.

Ziele von Zoom@SVDs

In dieser Studie werden die Mikrogefäße des Gehirns mit modernsten Bildgebungsverfahren detailliert dargestellt, es wird sozusagen tief in das Gehirn hineingeblickt („zoom“). Kernstück dieser Studie ist eine Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) an einem 7 Tesla-MRT-Gerät an der Universitätsklinik von Utrecht, NL. Durch die Untersuchung an diesem besonders leistungsstarken MRT-Gerät können wir detaillierter in das Gehirn blicken als es bisher möglich war. Davon erhoffen wir uns neue Erkenntnisse über die Mechanismen zerebraler Mikroangiopathien.

Start der Studie: Herbst 2017.

Status: Rekrutierung hat begonnen.

Ablauf von Zoom@SVDs

Nach einem ausführlichen Aufklärungsgespräch unterzeichnen Sie die Patienteneinverständniserklärung. Zu Beginn der Studie kommen Sie in unsere Ambulanz am Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung nach München. Dort erhalten Sie


  • eine persönliche Befragung
  • eine ärztliche Untersuchung und Befundung
  • eine Blutentnahme
  • eine neuropsychologische Testung (Gedächtnistestung)
  • eine Einführung in die Blutdruckmessung
  • eine MRT-Untersuchung am 3T-Gerät


Zu Hause messen Sie bitte für die nächsten 7 Tage 2x täglich Ihren Blutdruck. Die Blutdruckwerte werden telemetrisch zu uns übertragen, d.h. wir können Ihre Blutdruckwerte und weitere Parameter wie die Gefäßsteifigkeit nachverfolgen und beurteilen.


Eine Woche nach dem Ambulanztermin fahren Sie mit dem Zug nach Utrecht, um dort am 7 Tesla-MRT-Gerät untersucht zu werden. Die Reisekosten werden selbstverständlich über die Studiengelder finanziert, d.h. Sie haben keine Unkosten. Neben der detaillierten bildlichen Darstellung des Gehirns wird dort auch die Funktion der Mikrogefäße untersucht. Zu diesem Zweck atmen Sie ein CO2-Luftgemisch ein. Über den vermehrten CO2-Gehalt im Blut wird den Gefäßen das Signal gegeben, sich zu weiten. Dies gibt uns einen wichtigen Hinweis auf die Funktionsfähigkeit der kleinen Gefäße im Gehirn bei zerebralen Mikroangiopathien.
Nach 2 Jahren kommen Sie erneut zur Nachuntersuchung in unsere Ambulanz am Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung nach München. Im Rahmen der Nachuntersuchung erhalten Sie


  • eine persönliche Befragung
  • eine ärztliche Untersuchung und Befundung
  • eine Blutentnahme
  • eine MRT-Untersuchung am 3T-Gerät


Wir werden die MRT-Befunde und die Ergebnisse der Gedächtnistestungen vergleichen und untersuchen, ob sich innerhalb von 2 Jahren Veränderungen ergeben haben. Danach ist die Studie für Sie beendet.

Das Wichtigste in Kürze zu Zoom@SVDs

Studiendesign: Beobachtungsstudie, Fall-Kontroll-Studie mit einer Nachuntersuchung nach 2 Jahren
Start der Studie: Herbst 2016
Status: in Vorbereitung
Teilnehmerzahl: insg. 105 Teilnehmer
  • 60 Patienten mit zerebraler Mikroangiopathie
  • 15 Patienten mit vererbter Form der zerebralen Mikroangiopathie (z.B. CADASIL)
  • 30 Gesunde als Kontrollgruppe

Teilnehmende Zentren:
  • Universität Utrecht (koordinierendes Zentrum)
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
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